FAQ Elektromobilität

Warum also der ganze Zweifel, wenn doch alles eindeutig ist?

Es geht um Geld, um viel Geld, um unser aller Geld!

Das System heißt: „FUD“ – Fear, Uncertainty, Doubt
also: Angst, Unsicherheit, Zweifel

Hier ist das super erklärt, das Lesen lohnt sich:

FUD – Fear Uncertainty, Doubt

Ich glaube an den Verbrenner!
Das ist wie das Argument mit Gott:
Die Macht liegt in dem Vertrauen und der Fähigkeit, die der Glaube dem Einzelnen einflößt.
Das ist alles, was zählt.
Wer Recht hat, spielt keine Rolle.
Der Glaube an etwas, das durch die Wissenschaft bewiesen wurde, ist kein Glaube mehr, sondern eine Tatsache. Und an diesem Punkt verliert der Glaube jede Bedeutung und Kraft.
Wenn ich an etwas glaube … an einen Gott oder eine unsichtbare Kraft oder so etwas und dieser Glaube gibt mir Kraft und Hoffnung, wo ich sonst vielleicht keine hätte und dann kommt die Wissenschaft daher und beweist, dass mein Glaube falsch ist, dann verliere ich alle Kraft und Hoffnung.
Das ist der Grund, warum Menschen an etwas glauben, selbst wenn alles um sie herum darauf hindeutet, daß dieser Glaube falsch ist.
Sie wollen lieber die Kraft und die Hoffnung behalten, die ihr Glaube ihnen gibt.aus 'The Frontiers Saga' von Ryk Brown
Umgewöhnung nötig?

Aus Gesprächen im Bekanntenkreis höre ich heraus, dass meistens einfach Angst besteht, dass man „mit der neuen Technik nicht zurecht kommt“.

Ich kann das nicht bestätigen und auch von niemandem, der ein Elektroauto fährt, hätte ich schon gehört, dass es schwierig gewesen wäre.

Warum also die Angst?

Beim Elektroauto darf man einfach erstmal alles wieder vergessen, was ggfs. jahrelang ins Blut übergegangen ist:

Anlassen: Ein Elektroauto braucht keinen „Anlasser“, daher einfach vergessen.

Schalten: Ob es überhaupt Elektroautos mit Schaltung gibt, ist mir aktuell nicht bekannt.
Eine „Automatik“ ist es aber auch nicht! Oft kommt der Spruch: „Ich will selbst entscheiden, wann ich schalte“. Nun, es gibt keine „Gänge“, da das Elektroauto eine feste Übersetzung hat und keine Gänge benötigt. Daher: einfach vergessen.

Kupplung: siehe „Schalten“, einfach vergessen.

Aber das klingt so kompliziert, wie fahre ich denn dann? 
→ Einfach auswählen, ob vorwärts oder rückwärts. Dann gas geben beschleunigen, lenken und bremsen.
Mehr ist es nicht. 

Apps / Ladeplanung

Empfehlenswerte Apps

Ladestationen finden:

Android: EVMap
iOS: Chargeprice

Ladeplanung: 

ABetterRoutePlanner (ABRP)

Ladekarten / Anbieter

Hier gibt es so viele individuelle Angebote.
Eine gute Übersicht der aktuell günstigsten Tarife findet ihr hier.

Generell kann ich empfehlen:

Gute Allround-Karte

Als ADAC-Mitglied

Weitere gute Seiten im Internet….

Hier habe ich eine tolle Seite gefunden, die auch versucht, mit den ganzen Fehlinformationen, Stammtisch-Meinungen und Ängsten aufzuräumen:

Aber das E-Auto!

Das e-Auto Geld verdienen lassen („THG-Quote“)

Ab 2022 gibt es für reine E-Autos eine jährliche Prämie von ca. 300€.
Das ganze nennt sich Treibhausgas-Minderungs-Quote (THG-Quote)

Hier geht’s zur Diskussion mit einer Auflistung aller Anbieter.
Tipp: nicht einfach den nehmen, der am meisten bietet, sondern den, wo für einen persönlich am Ende am meisten (z.B. auch Spenden/soziale Projekte) raus kommt.

Bei Fahrzeugen aus dem Privatvermögen fallen keine Steuern auf die THG-Quote an.

Das Ganze ist zwar etwas umstritten, da man quasi mit dem eigenen Beitrag zum Umweltschutz wiederum Anderen die „Lizenz“ auf höheren CO2-Ausstoß verkauft. 

Aber: würde man diese THG-Quote nicht verkaufen, dann würde sie an die Bundesregierung zurückfallen und diese verkauft sie dann trotzdem…
Also kann man sich (meiner Meinung nach!) auch getrost das Geld selbst auszahlen lassen.

„ABER DIE REICHWEITE!“

Es ist ein so unglaublicher Irrglaube, der sich so massiv hält, dass auch ich dies trotz aller Offenheit zuerst als einziges Manko eines Elektroautos gesehen hatte.

Aber es ist Schwachsinn. Sorry für den Ausdruck. 

Erstens:

Zweitens:

Für die Langstrecke sollte ein e-Auto schnell laden können. (Siehe „DC = Gleichstrom = Schnellladen“)
Bei Ladegeschwindigkeiten größer als ca. 50-70kW (aktuellste Modelle schon bis 250kW!) sollte man keine echten Einbußen in der Zeit spüren.

Die Batterie in meinem Auto hat eine Kapazität von 55kWh. Das entspricht so etwa dem Mittelfeld. Aktuelle „große“ Autos haben über 100kWh.
Damit fahre ich regelmäßig Langstrecke ohne jegliche Einbuße. Mein Auto lädt mit bis zu 170kW. So schaffe ich es, aufs Klo zu gehen und mir einen kleinen Kaffee zu genehmigen, nach ca. 20min. geht es schon weiter.

Beispiel auf letzter Fahrt:

  • Abfahrt mit 100% Ladestand
  • bei 41% mussten wir auf Toilette. 10min. Standzeit, danach ging es mit 63% weiter
  • bei 17% wieder Toilette und Kaffee, 20min. Standzeit, mit 69% ging es weiter
  • erneute Pause bei 25%, 17min. Standzeit.
    Hier waren es ein paar Minuten länger als nötig, damit wir nicht leer ankommen. ← Das wäre evtl. mit einem „Tankstopp“ vergleichbar.
  • Angekommen mit 29%, Gesamtstrecke: 539km

Beim Schreiben fällt mir grade auf, dass beim Tanken ja noch das Halten des Tankschlauches, Warten, bis der Tank voll ist, dann Anstehen an der Kasse und das Bezahlen hinzu kommt.
Das alles habe ich nun seit fast 2 Jahren eingespart. Einfach Parken, Stecker rein und evtl. die Ladekarte kurz an die Station halten. Schon kann die Zeit sinnvoll genutzt werden.

e-Autos sind auch nicht umweltfreundlicher als Verbrenner

Bewegte Bilder können das wohl besser zusammenfassen:

Und hier eine VDI-Studio zum Thema Ökobilanz verschiedener Antriebssysteme

Und hier auch noch eine Studie von Heise zu dem Thema

e-Autos brennen häufiger (oder „gefährlicher“!)

Hier gehen die Meinungen und Stammtischparolen sehr auseinander, weswegen ich hier auf verlässliche Quellen und Recherchen verweisen möchte.

Generell ergibt sich aus den Statistiken, dass Elektroautos ungefähr um den Faktor 20! seltener brennen, als Verbrenner.
(Es kommt zu Bränden bei ungefähr 3-5 E-Autos im Gegensatz zu ungefähr 90 Verbrennern pro 1 Milliarde gefahrene Kilometer)

…wie der Name schon sagt: „Verbrenner“… 
😉 Sorry, den Gag musste ich mir erlauben…

https://www.elektroauto-news.net/2021/e-auto-braende-wahrnehmung-und-wirklichkeit

https://www.elektromobilitaet.nrw/infos/brandgefahr

https://www.gdv.de/de/medien/aktuell/e-autos-in-tiefgaragen–keine-erhoehte-brandgefahr-feststellbar-66230

https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/elektromobilitaet/info/sicherheit-elektroauto

https://t3n.de/news/oesterreichischer-unfall-tesla-1225910/

Ich warte auf Wasserstoff

Jepp, oder man wartet vor dem Abschaffen des Röhren-Fernsehers erst auf das Holo-Display…

Aktuell ist Wasserstoff leider nicht wirtschaftlich und auch in absehbarer Zeit wird er das leider nicht werden.

https://www.handelsblatt.com/unternehmen/flottenmanagement/kommentar-wasserstoff-ist-keine-alternative-fuer-die-mobilitaetswende/26701610.html

https://efahrer.chip.de/e-wissen/wasserstoffauto-deshalb-wird-sich-die-technologie-so-schnell-nicht-durchsetzen_101550

Warum wird Wasserstoff also gerade so gehyped?
Wie schon an anderer Stelle geschrieben, ist Fehlinformation/Propaganda oder das Verbreiten von Halbwahrheiten eine tolle Möglichkeit, noch lange Geld zu scheffeln. Aus den Reihen der Verbrenner-Hersteller wird sehr gerne über Wasserstoff geredet und wie sehr man daran arbeitet. Warum? Durch eine komplizierte, teure, wartungsintensivere Technik haben die Hersteller, die Werkstatt und die Wasserstoffindustrie mehr Einnahmen… 

Was hat der Nutzer davon? → Mehr Kosten.

Wasserstoff ist ein toller Energieträger, aber es wird noch sehr lange dauern, bis alles so funktioniert, wie man es aktuell darstellt.

Wo soll der ganze Strom her kommen, wenn alle elektrisch fahren?

In kurzen Worten: Der Strom, der bei der Kraftstoff-Herstellung und -Lieferung eingespart wird, deckt bereits den Großteil des Bedarfs.

Hier ein paar interessante Details dazu:

Auch Verbrenner fahren mit Strom ← Schöner Artikel, der alles Folgende mehr oder weniger bereits beinhaltet.

Für sechs Liter Diesel werden etwa 42 kWh benötigt.

Woher kommt der Strom für all die E-Autos?

200.000kWh benötigt eine Tankstelle pro Jahr

So viel Strom benötigen Autos mit Verbrennungsmotor

Ein Kollege hat das mal überschlagen und wir kommen auf folgendes Beispiel:

Nachbarort (mit Gemeinden):

  • 4 Tankstellen, das entspricht ungefähr 800.000kWh/Jahr
  • wir gehen von einem Auto mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 14kWh/100km aus (Beispielsweise Tesla Model 3 SR+)
  • Annahme: 15.000km jährliche Fahrleistung
  • Rund 2.100kWh Strom pro Jahr

→ Damit allein würden sich schon 380 Fahrzeuge zu je 15.000km/Jahr betreiben lassen!

Aber ein Hybrid vereint das Beste aus beiden Welten, oder?

Nicht wirklich:

  • Kleiner Motor
  • kleine Batterie
  • geringe Ladeleistung / laaaange Ladezeit / „Schnarchlader“
  • ineffizient
  • Man fährt 2 Antriebe mit sich herum
    • höhere Fehlerwahrscheinlichkeit
      • hohe Wartungskosten